Grafiken
Grafiken verbinden künstlerische Gestaltung mit der besonderen Ausdruckskraft des Druckverfahrens. Linien, Flächen und Farben werden über Holz, Metall, Stein, Sieb oder moderne Drucktechniken auf den Bildträger übertragen und entwickeln dabei einen eigenen Werkcharakter. Bei Plakat am Markt entdecken Sie Originalgrafiken, limitierte Editionen und ausgewählte Kunstgrafiken verschiedener Künstler – von reduzierten Zeichnungen bis zu farbstarken Siebdrucken.
Grafiken: Kunst zwischen Linie, Fläche und Druck
Grafiken besitzen eine besondere Stellung innerhalb der bildenden Kunst. Sie entstehen aus Linien, Flächen, Kontrasten und bewusst gesetzten Spuren. Manche Arbeiten wirken fein und zurückhaltend, andere entwickeln über kräftige Farben und klare Konturen eine unmittelbare Präsenz. Das verwendete Verfahren prägt dabei nicht nur die Herstellung, sondern auch den Ausdruck des fertigen Werks.
Im Kunsthandel wird der Begriff Grafik häufig für künstlerische Druckgrafiken verwendet. Dazu gehören unter anderem Lithografien, Radierungen, Holz- und Linolschnitte sowie Siebdrucke. Daneben kann Grafik im weiteren Sinne auch Zeichnungen und andere Arbeiten auf Papier umfassen. Für die Einordnung eines einzelnen Werks sind deshalb die Angaben zu Technik, Bildträger, Auflage und Signatur entscheidend.
Bei Plakat am Markt finden Sie Grafiken verschiedener zeitgenössischer Künstler – von klassischen druckgrafischen Verfahren bis zu modernen Editionen und Mischformen. Die Auswahl verbindet handwerkliche Qualität mit eigenständigen Motiven und nachvollziehbaren Werkangaben.
Was versteht man in der Kunst unter einer Grafik?
Der Begriff Grafik leitet sich vom griechischen Wort für Schreiben beziehungsweise Zeichnen ab. Entsprechend spielt die Linie in vielen grafischen Arbeiten eine zentrale Rolle. Sie kann Konturen bilden, Bewegungen andeuten, Flächen gliedern oder allein zum Gegenstand der Komposition werden.
In der bildenden Kunst wird zwischen Handzeichnungen und Druckgrafiken unterschieden. Eine Zeichnung entsteht unmittelbar mit Bleistift, Kohle, Feder, Tusche, Kreide oder einem vergleichbaren Werkzeug auf dem Bildträger. Sie ist in der Regel ein einmaliges Werk.
Bei einer Druckgrafik wird das Motiv dagegen mithilfe einer vorbereiteten Druckform übertragen. Diese kann aus Holz, Metall, Stein oder einem bespannten Siebrahmen bestehen. Von einer Druckform lassen sich mehrere Abzüge herstellen. Dennoch kann jeder dieser Abzüge Teil eines eigenständigen Originalwerks sein, wenn die grafische Technik von Anfang an zur künstlerischen Idee gehört.
Originalgrafik oder reproduzierter Kunstdruck?
Eine Originalgrafik ist nicht einfach die Kopie eines bereits vorhandenen Gemäldes. Das Werk wird speziell für das gewählte Druckverfahren entwickelt. Der Künstler bearbeitet beispielsweise eine Platte, zeichnet auf einen Lithografiestein oder gestaltet die Schablonen eines Siebdrucks. Das Bild entsteht erst durch den Druckprozess in seiner endgültigen Form.
Eine Reproduktion gibt dagegen ein bereits abgeschlossenes Kunstwerk wieder. Ein Gemälde, eine Zeichnung oder eine Fotografie wird digital oder fotografisch erfasst und anschließend auf Papier oder einen anderen Bildträger gedruckt. Auch ein solcher Kunstdruck kann hochwertig produziert, limitiert und handsigniert sein. Seine Entstehungsweise unterscheidet sich jedoch von der Originalgrafik.
Die Unterscheidung ist keine pauschale Aussage über die gestalterische Qualität. Sie beschreibt, welche Rolle das Druckverfahren bei der Entstehung des Bildes gespielt hat. Bei einer Originalgrafik ist es Teil des künstlerischen Prozesses; bei einer Reproduktion dient es der Wiedergabe eines bereits vorhandenen Motivs.
Die wichtigsten Techniken der Druckgrafik
Druckgrafische Verfahren lassen sich danach unterscheiden, welche Bereiche der Druckform die Farbe auf den Bildträger übertragen. Aus dieser technischen Grundlage ergeben sich sehr unterschiedliche Linien, Oberflächen und Farbwirkungen.
Holzschnitt und Linolschnitt
Holz- und Linolschnitt gehören zum Hochdruck. Der Künstler entfernt jene Bereiche aus dem Druckstock, die später unbedruckt bleiben sollen. Die erhöhten Flächen werden eingefärbt und auf Papier übertragen.
Die Technik eignet sich für klare Formen, starke Hell-Dunkel-Kontraste und eine sichtbare, häufig kraftvolle Linienführung. Das Material kann im fertigen Bild spürbar bleiben: Maserungen, Schnittkanten und kleine Unregelmäßigkeiten werden Teil der grafischen Wirkung.
Radierung und Kupferstich
Radierung und Kupferstich zählen zum Tiefdruck. Die druckenden Linien liegen vertieft in einer Metallplatte und nehmen dort die Farbe auf. Beim Kupferstich werden sie mit einem Werkzeug direkt in das Metall geschnitten. Bei der Radierung werden Linien freigelegt und anschließend durch Säure in die Platte geätzt.
Beide Verfahren ermöglichen fein abgestufte und detailreiche Darstellungen. Während der Kupferstich häufig eine präzise, kontrollierte Linienführung besitzt, kann die Radierung zeichnerischer und freier wirken.
Lithografie
Die Lithografie ist ein Flachdruckverfahren. Das Motiv wird traditionell mit fetthaltiger Kreide oder Tusche auf einen Stein gezeichnet. Durch eine chemische Behandlung nehmen die gezeichneten und nicht gezeichneten Bereiche anschließend Farbe beziehungsweise Wasser unterschiedlich an.
Da der Künstler auf einer weitgehend ebenen Fläche arbeitet, kann die Lithografie den unmittelbaren Charakter einer Zeichnung bewahren. Feine Linien, weiche Tonwerte und spontane Gesten lassen sich ebenso umsetzen wie mehrfarbige Kompositionen.
Siebdruck
Beim Siebdruck wird die Farbe mit einer Rakel durch die offenen Bereiche eines feinmaschigen Siebs auf den Bildträger gedrückt. Nicht druckende Stellen werden durch eine Schablone verschlossen. Für jede Farbe kann ein eigener Druckvorgang erforderlich sein.
Siebdrucke zeichnen sich häufig durch klare Flächen, intensive Farben und präzise Kontraste aus. Das Verfahren ist eng mit der Pop-Art verbunden, wird aber ebenso für abstrakte, typografische und figurative Kunstgrafiken eingesetzt.
Auflage, Nummerierung und Signatur verstehen
Da sich von einer Druckform mehrere Abzüge herstellen lassen, erscheinen viele Grafiken als Edition. Die Auflagenhöhe legt fest, wie viele reguläre Exemplare eines Werks existieren. Eine Angabe wie „18/100“ kennzeichnet das 18. Exemplar einer Auflage von insgesamt 100 regulären Abzügen.
Die Nummer sagt grundsätzlich nicht aus, dass das erste Exemplar besser oder wertvoller gedruckt wurde als das letzte. Bei einer sorgfältig hergestellten Edition sollen alle regulären Abzüge eine vergleichbare Qualität besitzen.
Viele limitierte Grafiken werden vom Künstler handsigniert. Die Signatur befindet sich häufig unterhalb des Motivs, auf der Rückseite oder auf einem zugehörigen Zertifikat. Eine Limitierung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Werk persönlich unterschrieben wurde. Ebenso ist ein signierter Druck nicht zwangsläufig limitiert.
Neben der regulären Auflage können Künstlerexemplare oder Probedrucke existieren. Sie werden beispielsweise mit „E.A.“ für Épreuve d’Artiste oder „A.P.“ für Artist’s Proof gekennzeichnet. Solche Angaben sollten ebenso wie Auflage und Signatur transparent dokumentiert sein.
Der besondere Charakter von Arbeiten auf Papier
Viele Grafiken entstehen auf Künstlerpapier. Papier ist dabei nicht nur ein neutraler Untergrund. Farbe, Struktur, Gewicht und Saugfähigkeit beeinflussen, wie Linien und Flächen erscheinen. Ein glattes Papier ermöglicht eine andere Präzision als eine deutlich strukturierte Oberfläche.
Auch der unbedruckte Raum gehört zur Komposition. Breite Papierränder können dem Motiv Ruhe geben und die Begrenzung der Druckplatte sichtbar machen. Bei Tiefdrucken ist teilweise ein Plattenrand im Papier erkennbar, der durch den Druck der Presse entsteht.
Da Arbeiten auf Papier empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, direktem Sonnenlicht und Berührung sein können, spielt die passende Präsentation eine wichtige Rolle. Eine fachgerechte Rahmung schützt das Werk und unterstützt zugleich seine grafische Wirkung.
Welche Grafik passt zu Ihrem Raum?
Grafiken eignen sich sowohl als zurückhaltende Einzelwerke als auch für eine größere Bilderwand. Eine fein gezeichnete, monochrome Arbeit kann in einem ruhigen Raum Konzentration schaffen. Ein farbstarker Siebdruck setzt dagegen einen klaren Akzent und kann zum Mittelpunkt der Wandgestaltung werden.
Bei der Auswahl sollte zunächst das Werk selbst überzeugen. Motiv, Linienführung und Farbwirkung sind wichtiger als eine vollständige Übereinstimmung mit den Möbeln. Dennoch können Format und Kontrast bewusst auf den Raum abgestimmt werden.
Großformatige Grafiken benötigen ausreichend freie Wandfläche, damit Motiv und Papierrand wirken können. Kleinere Blätter lassen sich einzeln präsentieren oder mit Arbeiten eines Künstlers, einer Technik oder einer gemeinsamen Farbwelt kombinieren.
Grafiken richtig rahmen und schützen
Arbeiten auf Papier werden meist hinter Glas gerahmt. Ein Passepartout schafft Abstand zwischen Werk und Rahmen, verhindert den unmittelbaren Kontakt mit dem Glas und gibt der Grafik optisch Raum. Alternativ kann das gesamte Blatt sichtbar montiert werden, wenn Papierrand, Prägung oder handschriftliche Angaben Teil der Präsentation sein sollen.
Für wertige oder empfindliche Grafiken können säurefreie Passepartouts und alterungsbeständige Rückwände sinnvoll sein. Entspiegeltes Glas verbessert die Betrachtung bei schwierigen Lichtverhältnissen. UV-schützende Verglasungen reduzieren die Belastung durch Licht, können einen sorgfältig gewählten Standort jedoch nicht vollständig ersetzen.
Die Rahmenleiste sollte sich am Charakter des Werks orientieren. Schmale schwarze oder metallische Leisten unterstützen häufig klare, zeitgenössische Grafiken. Naturholz kann zurückhaltenden Arbeiten Wärme verleihen. Entscheidend ist, dass Rahmen und Passepartout das Werk begleiten, ohne seine Linien und Flächen zu überlagern.
Grafiken sammeln und als Kunstgeschenk auswählen
Grafiken ermöglichen einen vielseitigen Zugang zum Kunstsammeln. Da ein Künstler mehrere Originalabzüge eines Motivs schaffen kann, sind druckgrafische Arbeiten häufig zugänglicher als einmalige Gemälde. Dennoch besitzen sie eine eigene, unmittelbar mit dem Verfahren verbundene künstlerische Qualität.
Eine Sammlung kann sich an bestimmten Künstlern, Motiven oder Techniken orientieren. Mehrere Lithografien können eine andere Gesamtwirkung entfalten als eine Verbindung aus Radierung, Siebdruck und Linolschnitt. Auch das Zusammenspiel von Schwarz-Weiß-Arbeiten und farbigen Editionen kann einen individuellen Schwerpunkt bilden.
Als Geschenk eignet sich eine Grafik besonders dann, wenn Künstler, Motiv oder Aussage einen persönlichen Bezug besitzen. Eine limitierte, signierte und passend gerahmte Arbeit kann einen Einzug, Geburtstag, eine Hochzeit oder ein Jubiläum dauerhaft begleiten.
Grafiken bei Plakat am Markt kaufen
Bei Plakat am Markt finden Sie sorgfältig ausgewählte Grafiken verschiedener Künstler. Das Sortiment umfasst je nach aktueller Auswahl Originalgrafiken, Lithografien, Siebdrucke, Radierungen sowie limitierte und teilweise handsignierte Editionen.
Die Produktbeschreibungen machen nachvollziehbar, mit welcher Technik ein Werk entstanden ist, auf welchem Material es vorliegt und ob es Teil einer begrenzten Auflage ist. So lässt sich unterscheiden, ob Sie eine künstlerische Originalgrafik, einen hochwertigen Kunstdruck oder eine handveredelte Edition erwerben.
Seit 1988 verbindet Plakat am Markt die Auswahl von Kunst mit persönlicher Beratung und handwerklicher Erfahrung in der Einrahmung. Dadurch können Grafik, Papier, Passepartout, Glas und Rahmen als Einheit betrachtet werden. Kunst auf Papier, deren Wert nicht allein im Motiv, sondern auch in ihrer Entstehung liegt.
Häufig gestellte Fragen zu Grafiken
Was ist eine Grafik in der Kunst?
Der Begriff kann Zeichnungen und druckgrafische Arbeiten umfassen. Im Kunsthandel wird Grafik häufig als Kurzbezeichnung für künstlerische Druckgrafiken wie Lithografien, Radierungen, Holzschnitte oder Siebdrucke verwendet.
Was ist eine Originalgrafik?
Bei einer Originalgrafik wird das Werk für ein bestimmtes Druckverfahren entwickelt. Die bearbeitete Druckform und der anschließende Druck sind wesentliche Bestandteile des künstlerischen Prozesses.
Ist eine Originalgrafik ein Unikat?
Nicht zwingend. Von einer Druckform können mehrere Originalabzüge entstehen. Diese bilden gemeinsam eine Auflage und gelten als Exemplare desselben druckgrafischen Werks.
Was unterscheidet eine Grafik von einem Kunstdruck?
Eine Originalgrafik entsteht unmittelbar durch ein künstlerisches Druckverfahren. Ein Kunstdruck kann dagegen die Reproduktion eines bereits vorhandenen Gemäldes, einer Zeichnung oder einer Fotografie sein.
Welche grafischen Drucktechniken gibt es?
Zu den bekanntesten Techniken gehören Holz- und Linolschnitt, Radierung, Kupferstich, Lithografie und Siebdruck. Moderne Künstler nutzen außerdem digitale und kombinierte Verfahren.
Sind Grafiken immer limitiert und signiert?
Nein. Viele Kunstgrafiken erscheinen als limitierte und handsignierte Editionen, dies gilt jedoch nicht automatisch für jedes Werk. Verbindlich sind die jeweiligen Produktangaben.
Was bedeutet die Nummerierung einer Grafik?
Die Angabe „18/100“ bezeichnet das 18. Exemplar einer regulären Auflage von insgesamt 100 Abzügen. Eine niedrige Nummer ist nicht grundsätzlich hochwertiger als eine höhere.
Wie sollten Grafiken gerahmt werden?
Arbeiten auf Papier werden meist mit Passepartout und Glas gerahmt. Säurefreie Materialien, ausreichender Abstand zum Glas und eine auf das Werk abgestimmte Verglasung unterstützen Schutz und Präsentation.























